In St. Albert und St. Georg hat die Kirchenmusik eine lange Tradition.
Hier finden Sie die Infos zu unserenChören
und weiter unten zu unseren Orgeln
Kirchenchor (St. Albert)
Der Kirchenchor von St. Albert hat eine lange Tradition. Seit vielen Jahrzehnten trägt er durch die musikalische Gestaltung zur Feierlichkeit des Gottesdienstes bei. Dabei wurde der Schwerpunkt vornehmlich auf „barocke“ Musik sowie die „Wiener Klassik“ gelegt. Regelmäßig werden Orchestermessen aufgeführt (z. B. Kempter-Messe an Weihnachten).
Dieses Repertoire des Chores basiert auf vierstimmigen Gesang (Sopran, Alt, Tenor, Bass). Durch neuere gesellschaftliche und anatomische Wandel ist aber die Tenorstimme im Chor vom „aussterben“ bedroht. Es finden sich nur noch wenige Männer, die diese Stimme aufgrund ihrer höheren Lage, singen können. In der Regel singen Männer dann einfach die „angenehmere“ Bassstimme.
Die Folgen für den Chor sind aber sehr tiefgreifend! Durch die fehlende Tenorstimme kann der Chor nur noch dreistimmig singen. Das ist kein Einzelfall. Fast alle kleineren Kirchenchöre haben mit diesem Problem zu kämpfen.
Für mich als Chorleiter habe ich die „Flucht nach vorne“ beschlossen: Wir werden unser Repertoire in Zukunft auf dreistimmigen Chorgesang beschränken. Nur so lässt sich zukunftsfähig Chormusik gestalten.
Eine weitere Folge ist, dass wir neue Noten beschaffen müssen. Die vorhanden Noten sind alle auf vierstimmigen Gesang ausgelegt und bis auf wenige Ausnahmen nicht für dreistimmigen Chorgesang geeignet. Die ersten neuen Noten wurden schon angeschafft und im Laufe der Jahre wird sich das neue Repertoire ergänzen.
In unseren wöchentlichen Proben (Montag von 20h – 21:30h) bereiten wir uns aber nicht nur auf die musikalische Gestaltung der Liturgie vor, sondern Erfahren uns auch als ein Teil der Pfarrgemeinde und genießen die Geselligkeit. Wir gestalten jährlich einen Chortag und treffen uns regelmäßig zum ein oder anderen Umtrunk.
WENN SIE INTERESSIERT AN UNSEREM CHOR SIND, DANN MELDEN SIE SICH EINFACH ÜBER DAS PFARRBÜRO BEI UNS!
Alexander Korisansky ehem Chorleiter
Kirchenchor (St. Georg)
leider keine Informationen
Jugendchor
Zur Neugründung Jugendchor herzliche Einladung(pdf hier)
Frauenschola
Die Integration des Gregorianischen Chorals sowie von deutschen und lateinischen Wechselgesängen in den Gottesdienst ist der Schwerpunkt der Frauenschola. Sie wurde Anfang 2005 gegründet und besteht aus 4-6 Frauen, die regelmäßig Gottesdienste zusammen mit dem Kirchenchor oder alleine gestalten. Interessenten sind herzlich willkommen. Bitte wenden Sie sich an das Pfarrbüro.
Frauendreigesang
Viele Jahre hatte der Frauendreigesang einen festen Platz in der Kirchenmusik in St. Albert. So wurden besonders Maiandachten, Roratemessen oder Adventssingen mit alpenländischen Gesängen vom Frauendreigesang mitgestaltet.
Männerchor (St. Albert)
Neben dem gemischten Kirchenchor ist vor über 10 Jahren ein kleiner (aber feiner – wie manche behaupten) Männerchor entstanden. Herr Ernst Gyr, der frühere Leiter des Kirchenchores, hat sich trotz seines (Un-)Ruhestandes zu dessen Leitung bereit erklärt.
Zwölf sangesfreudige Männer bilden derzeit den Chor. Dieser ist fest in die musikalische Gestaltung der Gottesdienste eingebunden. Das Kirchenjahr beginnt traditionell mit einer Hl. Messe im Advent (Rorate), dann folgt ein feierlicher Gottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag. Die Gottesdienste in der Karwoche und die Feier der Osternacht bilden einen Höhepunkt und werden in ansprechender Form vom Männerchor gestaltet. Später folgen eine Mai-Andacht und Gesänge an einem Sonntag oder bei einer Bergmesse.
Da die Männer des Chores nicht ständig zu Proben zusammenkommen, ergeben sich im Ablauf des Jahres einige Pausen.
Der Chor singt aber nicht nur fromme Lieder. Bei Ausflugsfahrten der Pfarrei erfreut er auch mit lustigen Gesängen, teilweise in Mundart.
Die Sangesbrüder fühlen sin in dieser Gemeinschaft wohl und würden sich freuen, wenn sich weitere Männer für ein Mitmachen in diesem Chor bereitfinden könnten. Interessenten bitten wir, sich im Pfarrbüro zu melden.
Die Orgeln
Hauptorgel (Kirche St. Albert) Orgelweihe am 19.11.2023
Widerhall zum Lobe Gottes
Die Lebensleistung des heiligen Albertus Magnus und dessen „Konzentration auf die Gottesbeziehung“ hat Bischof Bertram als beispielhaft und nachahmenswert für die heutige Zeit bezeichnet. Anlässlich der Orgelweihe in der Pfarrkirche St. Albert im südlichen Augsburger Stadtteil Haunstetten bezeichnete er an diesem Sonntag die Musik als Hilfsmittel und Brücke, die die Menschen zum Geheimnis Gottes führen könne.Mit dem Festgottesdienst zu ihrem Patrozinium schloss die Pfarrei um Dekan Markus Mikus an diesem Tag das Kapitel „Orgelsanierung“ nach mehr als zehn Jahren ab. Er freute sich gemeinsam mit dem Bischof und zahlreichen Gläubigen über die würdige Krönung der Königin der Instrumente. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Projektchor unter der Leitung von Kirchenmusiker Alexander Korisansky sowie Streichern, Bläsern und Orgel, die von Wolfgang Thoma gespielt wurde. Aufgeführt wurde die zeitgenössische Messe in G von Christopher Tambling (1964-2015) auf. In den vergangenen Jahren kümmerte sich das Orgelsanierungsteam, speziell die beiden Kirchenmusiker Korisansky und Dr. Matthias Ludwig mit viel Herzblut um die Zukunft und den Erhalt des Instruments.
In seiner Predigt zog der Bischof Parallelen aus dem 13. Jahrhundert, in dem der aus dem Bistum stammende Universalgelehrte lebte, bis hinein in die Gegenwart. Die Kirche damals habe sich in einer vergleichbaren Glaubwürdigkeitskrise befunden wie heute, erinnerte er an eine Zeit abnehmender Verbundenheit des Kirchenvolks. „Kommt uns das nicht bekannt vor? Erleben wir derzeit nicht dasselbe?“ Vertrauensverlust aufgrund von Fehlverhalten in der Vergangenheit sorgten derzeit für viele innerkirchliche Debatten über notwendige Reformen und die Suche nach dem richtigen Weg.
Doch bei allen Diskussionen und Reformprozessen geht es Bischof Bertram darum, dass die Gläubigen wieder mehr zum Kern des christlichen Glaubens vorzudringen: „Mehr denn je geht es darum, Gottes Gegenwart in unserem Leben zu spüren und zu erkennen, dass da etwas viel Größeres um uns herum ist.“ Eine wertvolle Hilfe dafür könne die Musik sein, die auf einzigartige Weise Erde und Himmel zu verbinden vermag. „Aus diesem Grund freut es mich sehr, heute Ihre neue Orgel einzuweihen“, bekräftigte der Bischof. Bereits zu Beginn des Gottesdienstes weihte er das Instrument, indem er es mit Weihwasser besprengte und mit Weihrauch inzensierte.
„Tun wir unserer Seele darum etwas Gutes und gönnen uns Zeiten der Muße, in der die Musik uns daran erinnert, dass wir inmitten aller Sorgen dieser Welt umgeben sind vom Heiligen Geist eines liebenden Gottes, der uns immer nahe sein will.“ Zudem wünschte Bischof Bertram der Pfarrgemeinde, dass sie inspiriert von den Klängen der neu geweihten Orgel im Glauben an Gottes Liebe gestärkt werde und empfahl sie daraufhin der Fürsprache ihres Kirchenpatrons an. „Möge der heilige Albert uns lehren, dass es nicht darauf ankommt, alles zu wissen, sondern aus einer tiefen Gottverbundenheit heraus zu leben, dabei auch die Realität der Welt wahrzunehmen und sich mit aller Kraft dafür einzusetzen, am Reich Gottes mitzubauen.“
Im Jahr 1962 wurde die Orgel aus der Werkstatt der Gebrüder Sandtner für die 1954 erbaute St. Albert-Kirche eingeweiht. Im Laufe der Zeit wurde sie um- und ausgebaut, bevor Untersuchungen vor mehr als einem Jahrzehnt eine Schadensbilanz mit weitreichenden Folgen für das Instrument mit sich brachten: Schimmelbefall und Statikprobleme sowie eine in die Jahre gekommene Elektrik machten eine Sanierung der Sandtner-Orgel zwingend erforderlich.
Die Pfarrei mit ihren Verantwortlichen stellte sich auf die Hinterbeine und wurde kreativ: Durch Konzerte, Flohmärkte, Spenden von Privat- und Geschäftsleuten sowie Patenschaften für die rund 1900 Orgelpfeifen warb sie Gelder ein, um die Finanzierung zu stemmen. Seit Advent 2022 erklingt die generalsanierte Orgel bereits wieder im Kircheninnenraum und bildet als sakrales Kunstwerk in rötlich-blauen Farbtöne getaucht eine Art Echo auf das Wandbild im Altarraum – auf dass sie auch weiterhin zum Lobe Gottes widerhallt.
(Quelle: Bistum Augsburg, pba)
für das Orgelsanierungsteam
Alexander Korisansky
Technische Angaben zur Hauptorgel (Kirche St. Albert)
| Hauptwerk | Schwellwerk | Kronwerk | Pedal |
|---|---|---|---|
| Prinzipal 8′ Coppelflöte 8′ Octav 4′ Rohrflöte 4′ Sesquialter 2 2/3’+1 3/5′ Superoctav 2′ Mixtur 1 1/3′ 5-6fach Trompete 16′ Trompete 8′ | Gedackt 8′ Salicet 8′ Prinzipal 4′ Blockflöte 4′ Schwiegel 2′ Hörnle 2/5’+1/7′ Scharff 1′ 3-4fach Rankett 16′ Krummhorn 8′ | Bordun 8′ Fluet 4′ Prinzipal 2′ Nazard 1 1/3′ Sifflet 1′ Terzcymbel 4/5′ 3-4fach Schalmey 8′ Clairon 4′ (horizontal) | Prinzipalbass 16′ Subbass 16′ Octavbass 8′ Piffaro 4’+2′ Rauschbass 2 2/3′ 4fach Sordun 32′ (akustisch) Posaune 16′ Trompete 4′ |







Technische Ausstattung:
– Koppeln: SW-HW, KW-SW, KW-HW, SW-P, HW-P, KW-P
– Tremulanten: HW, SW, KW
– Nebenregister: Cymbelstern
– 2 freie Kombinationen, 4 freie Pedalkombinationen, Zungeneinzelabsteller, Zungen ab, Walze für Crescendo und Decrescendo, Jalousieschwellertritt, Tutti
– Mechanische Spieltraktur
– Elektrische Registertraktur
Sie können eine Pfeifenpatenschaft schon ab 5 € übernehmen.
Sie können aber auch direkt eine Spende für die Orgel überweisen an:
Kirchenstiftung St.Albert
IBAN: DE67 7509 0300 0000 1094 01
Chororgel in der Kapelle St. Albert
Zu Beginn des Albertus-Magnus-Jubiläumsjahres 1980 wurde die Chororgel zusammen mit dem neuen Altar in der renovierten Werktagskapelle unserer Pfarrkirche geweiht. Die Orgel wird für Werktagsmessen, Taufen oder als Continuo-Instrument bei Konzerten verwendet.
Technische Angaben der Chororgel in der Kapelle
Disposition:
Subbass 16′, Copel 8′, Rohrflöte 4′, Prinzipal 2′, Mixtur 1′
Orgel St. Georg




